Der Lebenszyklus der Straßeninfrastruktur

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 setzt die Weichen für die nächsten 10 bis 15 Jahren der Verkehrsinfrastrukturplanung. Dabei werden die Straßen-, Schienen- und die Wasserinfrastruktur betrachtet. Ziel soll es sein, die bestehenden Wege instand zu halten und neue Routen zu ermöglichen. Bei viel befahrenen Strecken soll für Entlastung gesorgt werden.

Mit dem Bundesverkehrswegeplan werden insgesamt 270 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 zur Verfügung gestellt. Die Gelder werden auf drei unterschiedliche Verkehrsbereiche aufgeteilt. Dabei fließen 132 Milliarden in Straßen, 112 Milliarden in die Schiene und der kleinste Anteil mit rund 25 Milliarden Euro in Wasserstraßen. Insgesamt gehen 142 Milliarden Euro in die Instandhaltung der bestehenden Netze, während 98 Milliarden für Neubauprojekte vorgesehen sind.

Der Neubau und die Sanierung von Straßen benötigen Ressourcen

Straßen bestehen aus Asphalt. Asphalt ist ein Gemisch aus Gesteinskörnern, wie beispielsweise Sand, und einem Bindemittel. Als Bindemittel wird das Mineralölprodukt Bitumen eingesetzt. Grob runtergebrochen ist Asphalt somit ein Gemisch aus Sand und Erdöl. Beide Ressourcen liegen nur in begrenztem Maße vor. Der Sand für den Asphalt muss eine bestimmte Körnung haben, damit er verwendet werden kann. Wüstensand kann beispielsweise nicht genutzt werden. Der begehrte Rohstoff Sand wird immer knapper, da er auch in anderen Sektoren intensiv eingesetzt wird, wie etwa als Beton in der Bauwirtschaft. 

Der Einsatz von Recyclingprodukten kann Ressourcen einsparen

Vor dem Hintergrund der geplanten Instandhaltungen und dem Aufbau neuer Infrastruktur, ist auch in Zukunft mit einem hohen Ressourcenverbrauch zu rechnen. Um dabei so nachhaltig wie möglich zu haushalten, können beim Straßenbau Recyclingbaustoffe eingesetzt werden. Bereits im Jahr 2018 konnten durch den Einsatz dieser Stoffe rund 53 Millionen Tonnen Gestein eingespart werden. Werden Straßen erneuert, wird der alte Belag abgetragen. Dieses Asphaltfräsgut kann zu über 93 Prozent wieder recycelt werden. Der Einsatz dieser recycelten Materialien bietet großes Potential natürliche und begrenzte Ressourcen zu schonen.

Auch Schilder, Rasthöfe und anderes Straßenzubehör können nachhaltiger werden

Straßenschilder bestehen aus Aluminium, was zu 100 Prozent wiederverwendet werden kann. Um dieses Potential zu nutzen, müssen alle in den Verkehr gebrachten Schilder nach ihrer Lebenszeit wieder an ein Stahl- oder Aluminiumwerk zurückgeführt werden. Rasthöfe können durch den Einsatz erneuerbarer Energien klimaneutral oder sogar klimapositiv werden. Ist ein Rasthof klimapositiv, so erzeugt er mehr grünen Strom, als er selbst verbraucht. Der erste klimapositive Rasthof Deutschlands ist die Raststätte „Fürholzen West“ an der A9. Mit Hinblick auf den Ausbau der elektrischen Ladeinfrastruktur (Artikel finden Sie hier) könnte der Ausbau erneuerbarer Energien auf Rasthöfen einen Teil zur Realisierung beitragen.

Weitere Informationen zum Bundesverkehrswegeplan finden Sie hier.

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