EU-Pilotprojekt zur Ermittlung und Einführung von harmonisierten Preisangaben

Das EU-Pilotprojekt zur Ermittlung und Einführung von harmonisierten Preisangaben hat das Ziel den Verbraucher*innen einen Kostenvergleich von konventionellen und alternativen Kraftstoffen zu Verfügung zu stellen. Gleichermaßen werden damit das Wissen und die Akzeptanz der Verbraucher*innen zu alternativen Kraftstoffen gestärkt.

Die im Oktober 2014 beschlossene Europäische Richtlinie 2014/94/EU über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFID) bezweckt das europäische Verkehrssystem ressourcenschonender und wettbewerbsorientierter für alternative Kraftstoffe zu gestalten. Mit der Richtlinie möchte die EU-Kommission eine vereinfachte, einheitliche Vergleichs möglichkeit etablieren und die Verbraucher*innen für alternative Kraftstoffe sensibilisieren.

Leicht zu vergleichende Informationen über die Preise der verschiedenen Kraftstoffe ermöglichen den Verbraucher*innen die relativen Kosten der auf dem Markt erhältlichen Kraftstoffe zu überblicken und zu bewerten. Ziel ist es, auf Basis einer einheitlichen Maßeinheit die Verbraucher*innen über die Kosten alternativer Kraftstoffe zu informieren. Um das zu verwirklichen werden die Kraftstoffkosten an Tankstellen unter Berücksichtigung des Verbrauchs des meist verkauften Fahrzeugs abgebildet. Zukünftig soll die Auskunft über Kraftstoffkosten im Verhältnis zueinander an europäischen Tankstellen verpflichtend sein.

An dem von Griechenland koordinierten Pilotprojekt sind neben Deutschland noch acht weitere Mitgliedstaaten beteiligt. Der geplante Abschluss ist April 2020.

Die dena unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Ausführung des Pilotprojekts an 15 Tankstellen in Deutschland. Für weitere Informationen rund um die Programm Support Action (PSA) der Europäischen Kommission (EU-COM) besuchen Sie die Seite www.fpc4consumers.eu.

 

Aktuelle Testphase - Impressionen

Aktuell befinden sich an den ausgewählten Pilotprojekttankstellen 15 unterschiedliche Darstellungskonzepte. Diese werden mittels einer Umfrage validiert.

Methodologie

Die Kraftstoffe lassen sich durch ein Kraftstoffpreis €/100 km vergleichen. Dieser berechnet sich aus dem Verbrauch pro 100 km und dem Durchschnittstankpreis des jeweiligen Kraftstoffs. Um die Kraftstoffkosten vergleichen zu können, werden die anfallenden Kosten in Euro (€) für den Verbrauch der verschiedenen Kraftstoffe auf 100 km wie folgt ermittelt:

Beispiel: Mittelklasse Pkw verbraucht 4,9 l Diesel/ 100 km, 1 l Diesel = 1,28 €

Berechnung: 4,9 l * 1,28 € = 6,29 €/100 km

Grundlage der Fahrzeuge sind die Daten des Kraftfahrtbundesamts zur Erhebung der Neuzulassungen. Grundlage der Kraftstoffkosten ist die Bekanntmachung des BMWi zur Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) vom 17. Juni 2019 für die Durchschnittspreise pro Abrechnungseinheit.

Darstellungsbeispiel

Für den Kraftstoffkostenvergleich, der repräsentativ drei Fahrzeugklassen darstellt, wurden jeweils die meistverkauften Fahrzeuge eines Jahres in den kombinierten Klassen Kleinst- und Kleinwagen, Kompakt- und Mittelklasse sowie SUV und Geländewagen mit dem jeweiligen Kraftstoffpreis verwendet. Damit ergibt sich pro Segment ein Modell mit einer bestimmten Antriebsart, das den Verbrauch für die Fahrzeugklasse repräsentiert.

Der Verbrauch entspricht dem jeweiligen WLTP-Wert.

Bei der Berechnung der Kosten für Strom wurden in der Berechnung unterschiedliche Preise für private (30 cent/ kwh) und öffentliche (42 Cent/ kwh) Ladevorgänge berücksichtigt.

Hinweis:

Hierbei handelt es sich nicht um die aktuellen Preise der Tankstelle!

Endbericht


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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Deutsche Energie-Agentur GmbH

Rechtlicher Hinweis

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) informiert im Umfang dieser Informationsplattform zur Verkehrs- und Mobilitätswende. Darüber hinaus erhalten Hersteller und Händler Informationen zur Umsetzung der novellierten Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV). Die Ausführungen in diesem Informationsportal sind mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und anderen Fachakteuren abgestimmt und geben ihre gemeinsame Auffassung wieder. Dabei handelt es sich um allgemeine Hinweise, die nicht rechtsverbindlich sind. Für konkrete Fragen ist ggf. eine Rechtsberatung einzuholen. Die dena übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der mittels des Online-Tools zur Erstellung eines Pkw-Labels berechneten Ergebnisse. Entscheidend sind u. a. die Herstellerangaben.