Die Vorzüge eines gut ausgebauten ÖPNVs habe ich erstmals während meines Studiums in Regensburg kennengelernt. Dazu ist Regensburg aufgrund seiner noch recht überschaubaren Größe, der Konzentration auf die Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe mit einer berühmt-berüchtigten Kneipendichte) und der Campus-Uni eine Stadt der kurzen Wege. Dies in Verbindung mit dem einheitlichen und verpflichtenden Semesterticket, Regensburg war die erste bayerische Hochschulstadt, die ein solches einführte, ließen mich das Auto zumeist stehen lassen. Die Alternativen dazu waren deutlich attraktiver. Als mein Auto irgendwann im Laufe des Studiums abrauchte, kaufte ich mir kein Neues. Ich brauchte schließlich keines. Dies hätte ich mir zu Schulzeiten nicht vorstellen können.

Nach einem von Corona geprägtem Jahr in München, lebe ich seit Mai 2021 in Berlin und mein Mobilitätsverhalten hat sich im Vergleich zum Studium nicht verändert. Ich besitze nach wie vor kein eigenes Auto und setze zumeist auf die Öffis. Es steht außer Frage, dass Taktung und Dichte des Berliner ÖPNVs mit dem in Regensburg nicht vergleichbar sind. Dennoch ist für mich der Hauptunterschied zwischen den beiden Städten, das deutlich breitere, über den ÖPNV hinausgehende Mobilitätsangebot in der Hauptstadt, da neue Konzepte wie Car-Sharing in Regensburg noch in den Kinderschuhen stecken und kaum angeboten werden. Ich habe diese Option – bis jetzt! – selbst noch nicht genutzt und dennoch bestärken mich solche Angebote in meiner Überzeugung, dass man in einer Großstadt – zumindest in meiner aktuellen Lebenssituation – kein eigenes Auto braucht.

Bei weiteren Strecken setze ich schon seit Jahren auf Fernbusse und –züge, da dies eine entspannte und bequeme Art des Reisens ist. Mittlerweile kann man dank des WiFis sogar die Bundesliga oder in meinem Fall die zweite Liga (SSV Jahn Regensburg) im Zug auf dem Tablet verfolgen. Recht pixelig, aber im Auto wäre dies selbst im Stau nicht möglich. Zudem umgeht man bei Städtereisen den entsprechenden Stadtverkehr. Für mich als ursprüngliches Landei ist immer noch unerklärlich, wie man sich den Stau und Sress auf den vollen Straßen täglich freiwillig antut, ohne wahnsinnig zu werden.

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